Montag, 18. Juni 2007 / 07:49:07

Rauchender Argentinier bezwingt Woods
Wie schon am US Masters musste sich Tiger Woods auch am 107. US Open in Oakmont bei Pittsburgh mit dem 2. Platz begnügen. Er liess sich um einen Schlag vom 37-jährigen Argentinier Angel Cabrera bezwingen, der Südamerika den zweiten Majorturnier-Sieg der Golfgeschichte bescherte.
Wie am Masters in Augusta startete Tiger Woods auf der Jagd nach seinem 13. Grand-Slam-Titel von der zweiten Position zur Schlussrunde.
Er liess wiederum den führenden Australier (am Masters Stuart Appleby, diesmal Aaron Baddeley) hinter sich, musste sich aber erneut vom einem Golfer überholen lassen, der die Gunst des Tages nutzte und die Runde seines Lebens spielte.
In Augusta war der Amerikaner Zach Johnson dem weltbesten Golfer vor der Sonne gestanden, diesmal war es der wuchtige Longhitter Angel Cabrera, der den Sieg an der Europa-PGA-Championship 2005 als bislang wichtigsten Erfolg hatte vorweisen können.
Nicht bestes Golf von Woods
Tiger Woods teilte den 2. Schlussrang mit seinem Landsmann Jim Furyk, dem US-Open-Champion von 2003. Woods konnte am Schlusstag bei weitem nicht sein bestes Golf zeigen, mit unbändigem Willen hielt er aber seine Chancen bis zum vorletzten Putt aufrecht.
Im nachhinein musste er erkennen, dass er seinen dritten Sieg am US Open (nach 2000 und 2002) in der dritten Runde verpasst hatte: Am Samstag verriet er keinerlei Schwächen im langen Spiel und traf 17 von 18 Greens in der vorgesehenen Schlagzahl; er liess jedoch zahlreiche Möglichkeiten für Birdies ungenutzt.
Angel Cabrera glückten auf der Schlussrunde fünf Birdies -- so viele wie keinem anderen Spieler der Spitzengruppe. Als er nach dem 15. Loch um drei Schläge in Führung ging, wurde er sichtlich nervös. Mit zwei Bogeys und einem Par quälte er sich ins Ziel.
Das Bild, das er dabei abgab, war nicht gerade vorteilhaft. Er schleppte ein Übergewicht im zweistelligen Kilobereich über den Platz und rauchte gegen Schluss der Runde ein Zigarette um die andere.
Aus ärmlichen Familienverhältnissen
Cabrera ist am Höhepunkt einer Tellerwäscher-Karriere angelangt. Er stammt aus einer ärmlichen Familie aus Cordoba, wo er sich in seiner Jugend als Caddie verdingte.
Eduardo Romero, als zweimaliger Sieger des European Masters in Crans-Montana bekannt, förderte den talentierten Cabrera vor allem finanziell und ermöglichte ihm die Laufbahn als Profi.
Cabreras Landsmann Roberto de Vicenzo hatte vor 30 Jahren als einziger Südamerikaner ein Majorturnier (das British Open) gewonnen.
Schlussklassement:
1. Angel Cabrera (Arg) 285 (69/71/76/69). 2. Tiger Woods (USA) 286 (71/74/69/72) und Jim Furyk (USA) 286 (71/75/70/70). 4. Niclas Fasth (Sd) 287 (71/71/75/70). 5. David Toms (USA) 289 (72/72/73/72) und Bubba Watson (USA) 289 (70/71/74/74).
7. Scott Verplank (USA) 290 (73/71/74/72), Jerry Kelly (USA) 290 (74/71/73/72) und Nick Dougherty (Eng) 290 (68/77/74/71). 10. Paul Casey (Eng) 291 (77/66/72/76), Justin Rose (Eng) 291 (71/71/73/76), Stephen Ames (Ka) 291 (73/69/73/76). 14. u.a. Lee Janzen (USA) 292 (73/73/73/73) und Aaron Baddeley (Au) 292 (72/70/70/80).
dl (Quelle: Si)
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