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Der neue Opel Meriva hat in jeder Hinsicht zugelegt. In den Aussenmassen, in der Innenraumausbeute, im Design, im Komfort, in der Laufruhe und in der Sicherheit. Ein bestechendes Konzept. Man ist sich einig: Der Meriva ist in eine höhere Kategorie gerückt.
Als Neuheit in dieser Fahrzeugkategorie. Im Testbetrieb haben wir erfahren, dass dies tatsächlich Vorteile bringt. Der Fussraum vor den Rücksitzen wird völlig freigegeben. Ausserdem entsteht zwischen den beiden auf der gleichen Seite geöffneten Türen ein Art «Schutzraum». Beim Einsteigen zum Beispiel mit Kleinkindern wird dadurch zusätzliche Sicherheit geboten. Ein Nachteil wird durch enge Parkgaragen bewirkt. Man kann sich bei engen Abständen zwischen den Türen einsperren. Bis in die Sechzigerjahre hiessen diese Türen «Selbstmördertüren», weil sie sich damals leicht von selbst öffneten, und wenn sie ein Passagier während der Fahrt wieder zuziehen wollte, fiel er nicht selten auf die Fahrbahn. Diese Gefahr ist heute gebannt, weil sich die Türen nicht mehr von selbst öffnen können. Ab vier km/h werden sie zudem elektrisch verriegelt.
Gewachsen und aufgestiegen
Neu basiert der Meriva nicht mehr auf dem Corsa, sondern auf dem Astra und dem Zafira, weshalb er wachsen konnte. Er ist 4,3 Meter lang und hat jetzt mit dem Wachstum um 24 Zentimeter deutlich die Mittelklasse erreicht. Entsprechend grosszügiger ist auch der Innenraumbereich geworden.
Flexibilitäts-Champion
Der Innenraum, der sich vor allem durch pfiffige Details auszeichnet, ist sehr flexibel einteil- bar, indem die Rücksitze in unterschiedliche Stellungen gebracht werden können. Sie lassen sich in der Längs- und Querrichtung verschieben. Die Lehnen sind vorklappbar, so dass eine ebene Ladefläche entsteht. Das nutzbare Gepäckvolumen erhöht sich damit von 400 auf 1500 Liter. Neu können die Vordersitze als so genannte Ergonomiesitze mit elektropneumatisch einstellbaren Lendenwirbelstützen bestellt werden, eine Option, die jene, die viel unterwegs sind, prüfen sollten. Insgesamt lässt sich das FlaxSpace-System noch einfacher bedienen. Insgesamt gibt es 32 Ablagemöglichkeiten, wobei bei den Flaschenhalterungen in den Vordertüren eine Dimension geboten wird, die kein Blick weg vom Verkehr mehr nötig machen. Das Cockpit ist übersichtlich, zum Teil elegant-originell. Nur die Fülle der Bedientasten in der mächtigen Mittelkonsole, die einem den Eindruck vermitteln, man befinde sich in einem Luxusgefährt, mag zunächst etwas verwirren.
Sparsamer Benziner
Unser Testfahrzeug war mit dem 1,4 Liter Benziner mit Turbolader ausgestattet, der 140 PS leistet. Er bringt das Fahrzeug in 10,3 Sekunden auf eine Geschwindigkeit von 100 km/h. Das ist kein exzellenter Wert, aber genügt vollauf. Man hat auch nie das Gefühl, man sitze in einem untermotorisierten Fahrzeug. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 177 km/h. Kleinere Motoren sind auch sparsamer. So kommt der Meriva mit dieser Motorisierung mit 6,7 Liter auf hundert Kilometer aus. Auf der Landstrasse sind es fünf Liter, in der Stadt acht Liter. (Es sind auch stärkere Turbo- und Diesel-Motoren erhältlich.)
Angenehmes Fahrverhalten
Das Fahrwerk verdient ebenfalls Lob, denn auch dieses ist gereift und gewachsen.. Die Lenkung weist neu einen elektrohydraulischen Servo auf und reagiert noch angenehmer. Ein gutes Federungskonzept und ein allgemein angenehmes Fahrverhalten sind weitere Merkmale des neuen Modells.
Schon ab 22'200 Franken
Das von uns gefahrene und beschriebene Modell in der höchsten Ausstattungsstufe Cosmo hat einen offiziellen Verkaufspreis von 30'100 Franken. Begnügt man sich mit dem 1,4 Liter Twinport-Motor mit 100 PS ist der Meriva wesentlich günstiger, das heisst ab 22'200 Franken erhältlich. So darf man von einem guten Preis-Leistungsverhältnis auf jeder Ausstattungsstufe sprechen. Vor allem ist das Fahrzeug in hohem Masse für junge Familien geeignet.
Franz Welte, St.Gallen (Quelle: St.Galler Nachrichten)
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