Mittwoch, 24. April 2013 / 13:55:00

Grosskatzen aus Rumänien geniessen ihr neues Zuhause
Zwei Wochen nach ihrer Rettung aus einem heruntergekommenen Zoo in Rumänien finden sich die vier Löwen und zwei Tiger langsam in ihrem neuen Zuhause in Lionsrock zurecht. Im Grosskatzenrefugium von «Vier Pfoten» in Südafrika wurden die Tiere vorerst in spezielle Eingewöhnungsgehege entlassen - unter ständiger Beobachtung durch die Tierexperten vor Ort.
Dem Tigerpärchen Tomi und Riuua scheint sein das neue Zuhause sehr zu gefallen- gemütlich und entspannt liegen die beiden auf ihrer Plattform und geniessen die sanfte Herbstsonne Afrikas.
Vor rund zwei Wochen kamen die abgemagerten Tiere nach Lionsrock, wo sie zum ersten Mal in ihrem Leben Gras unter ihren Pfoten spüren durften. Tigermännchen Tomi ist besonders neugierig - immer wieder spielt er mit dem grossen Baumstamm im Gehege.
«Fast könnte man meinen, er überlegt, was es wohl mit diesem ,Ding' auf sich hat», freut sich Hildegard Pirker, Cheftierpflegerin in Lionsrock, über den aktiven Neuankömmling. In Rumänien lebten die Tiere unter untragbaren Umständen, in einem Zoo, der schon vor Jahren schliessen musste.
Ihre Käfige waren viel zu klein, mit Betonböden und ihre Ernährung war mehr als mangelhaft. «Tomi und Riuua haben die lange Reise gut überstanden. Wir füttern sie täglich, damit sie schnell ein paar Kilos zulegen».
Für die Löwenfamilie beginnt ein neues Leben
Auch die «neue» Löwenfamilie Tarzan und Siba mit ihren kleinen Töchtern Hera und Sara wird bestens betreut und ständig vom erfahrenen Team beobachtet. Sie kommen aus dem gleichen Zoo wie die beiden Tiger und fristeten ein ähnlich tristes Dasein. Gemeinsam lebte die Löwenfamilie auf nur 40 Quadratmetern. Besonders die kleinen Löwinnen sind von Fehlernährung und schlechten Haltungsbedingungen gekennzeichnet. Sie haben einen schweren Mangel an Mineralstoffen und Kalzium und leider zudem unter Rachitis und Zwergwuchs. Dennoch streifen die beiden neugierig durch ihr neues Gehege. Die Eltern bleiben vorerst lieber im Innengehege.
Hildegard Pirker: «Wir haben für den Anfang ein eher «kleines» Areal von 1500 Quadratmetern für die Familie ausgewählt, aber sie benötigen dennoch mehr Zeit, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Meist dauert es mehrere Wochen, bis sich die Tiere eingewöhnen und sich in Sicherheit fühlen.» Hera und Sara, die nun auch täglich ihre Medizin bekommen, sind bei gutem Appetit: Stundenlang kauen sie an grossen Fleischstücken, die eigentlich für ihre Mutter gedacht waren.
Das «Vier Pfoten» Team hat auch die Behandlung der Wunden an Heras Beinen in Angriff genommen. Aufgrund der Fehlstellung ihrer Beine sind diese stark entzündet.
Sobald sich die Löwenfamilie in ihrer neuen Umgebung gut zurechtfindet, wird sie in ein grösseres Areal überstellt, wo sie als Familie weiterhin zusammen leben wird. Auch Tomi und Riuua werden in ein paar Monaten in ein grösseres Gehege umgesiedelt.
Seit 2007 hat «Vier Pfoten» bereits 90 notleidende Löwen und Tiger, grösstenteils aus Europa, aber auch aus Südafrika und Asien (Jordanien) nach Lionsrock gebracht. Mit Tarzan, Siba, Hera, Sara, Tomi and Riuua leben nun insgesamt 83 Löwen und sechs Tiger auf dem 1200 Hektar grossen Areal im südafrikanischen Free State.
li (Quelle: Vier Pfoten)
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