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Es wird davon ausgegangen, dass L-Arginin den Platz des Zahnbelags einnehmen könnte.

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Freitag, 8. Mai 2015 / 14:10:25

Aminosäure hilft bei Karies und Zahnfleischbluten

Ann Arbor - Die in vielen Lebensmitteln natürlich vorkommende Aminosäure könnte Millionen von Menschen dabei helfen, Karies oder Zahnfleischkrankheiten zu vermeiden, wie Forscher der University of Michigan herausgefunden haben.

Obwohl noch einige Versuche und Studien notwendig und geplant sind, geben sich die Wissenschaftler zuversichtlich.

In rohem Fleisch, Geflügel und Co

Die Experten um Studienleiter Nick Jakubovics gehen davon aus, dass die proteinogene Aminosäure L-Arginin den Platz der bisherigen Zahnbelagskontrollsubstanzen einnehmen könnte. In Laborversuchen hat sich gezeigt, dass L-Arginin, das im rohen Fleisch, Geflügel, Fisch und Molkereiprodukten vorkommt, die Entwicklung von Zahnbelag stoppt.

«Unsere Studien zeigen, dass die sehr verbreitete Aminosäure L-Arginin die Formation von Zahnbelag unterbrechen kann», so Jakubovics. Derzeit wird L-Arginin zum Schutz gegen Zahnsensibilität in Zahnpasta verwendet. Dieselbe Konzentration genügt, um den dentalen Belag unter Kontrolle zu bringen und so auch gegen Zahnfleischkrankheiten vorzubeugen.

Experten sehen immensen Bedarf

«Es gibt keinen Zweifel darüber, dass der Schutz gegen Zahnfleischkrankheiten der wichtigste potenzielle Nutzen wäre. Wenn man bedenkt, dass heute zehn bis 15 Prozent der Erwachsenen an fortgeschrittenen Zahnfleischkrankheiten leiden, die zum Zahnverlust führen können, ist es klar, dass es eine Notwendigkeit für eine bessere Kontrolle des Zahnbelags gibt», unterstreicht Jakubovics.

Bei der Ausführung ihres Laborversuchs verwendete das Team ein Model, welches die oralen Hohlräume des menschlichen Gebisses nachbildet. Den Forschern war es dabei möglich, zahlreiche bakterielle Kulturen zu bilden, indem sie dazu menschlichen Speichel verwendeten.

jbo (Quelle: pte)

http://www.st.gallen.ch/news/detail.asp?Id=661265

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Foto: hpgruesen (Pixabay License)

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