Mittwoch, 27. Mai 2009 / 07:48:55

IWF: Rezession von drei Prozent in der Schweiz
Washington - Die Rezession in der Schweiz wird sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in diesem Jahr verschärfen. Angesichts der Offenheit der Schweizer Wirtschaft und der Grösse des Finanzplatzes stehe die Wirtschaft vor einem signifikanten Abschwung.
Laut einer am Dienstag vorgelegten Prognose dürfte das Wachstum 2009 um 3,0 Prozent schrumpfen nach 1,6 Prozent im Vorjahr. Auch längerfristig drohe ein Abwärtstrend.
Dem IWF zufolge wird die weltweite Wirtschaftskrise nicht nur die Exporte, sondern auch die Geldzuflüsse in den Finanzsektor dämpfen. Zudem dürften die Konsumenten ihre Ausgaben zurückschrauben, da der Abschwung den Arbeitsmarkt unter Druck setze.
Die Direktoren lobten die Schweizer Behörden für ihre «proaktive und effiziente Antwort» auf die Wirtschaftskrise, um deren Konsequenzen abzufedern. Weitere Turbulenzen im Finanzsektor könnten jedoch zusätzlichen politischen Handlungsbedarf bedingen.
Einige IWF-Direktoren seien deshalb der Ansicht, dass angesichts der Rezession ein weiteres Konjunkturpaket im nächsten Jahr angemessen wäre. Andere Direktoren jedoch unterstützten die Schweizer Behörden in ihrer Einschätzung, dass ein weiteres Paket erst in Erwägung gezogen werden sollte, wenn sich die Aussichtung weiter verschlechterten.
Im Weiteren unterstützt der IWF die Lockerung der Schweizer Geldpolitik, begrüsste die Übernahme der OECD-Standards bei Steuerhinterziehung und die Schaffung der Finanzmarktaufsichts-Behörde Finma.
sl (Quelle: sda)
http://www.st.gallen.ch/news/detail.asp?Id=388283
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